Stellen Sie sich einmal eine Welt vor, in der Alle friedlich und nett miteinander umgehen. Es gibt keine Hundehasser und somit auch keine Gift- oder Rasierklingenköder Anschläge.

Wir Hundehalter können mit unseren Vierbeinern in Ruhe durch den Wald und über die Felder laufen ohne angefeindet zu werden, weil wir unseren Hund nicht an der Leine führen. Eine schöne Illusion? Vielleicht irgendwann Realität. Dafür können und müssen ALLE Hundehalter etwas tun!

Ich erlebe das jeden Tag; wann immer mir Jemand begegnet, den ich nicht kenne, rufe ich meinen Hund zu mir und halte ihn bei mir. Wenn derjenige ängstlich aussieht, leine ich meinen Hund zusätzlich an. Zwar bin ich mir sicher, dass mein Hund nicht zu dem Anderen laufen würde, aber das weiß jemand fremdes ja nicht. Auch kenne ich die Ängste oder die Vorerfahrungen meines Gegenübers nicht.

Mit dieser kleinen Geste ernten wir ganz viel Dank und Lob. Es kostet nur ein paar Sekunden unserer Zeit und tut garantiert nicht weh. So zeigen wir dass wir mit unseren Hunden Rücksicht nehmen und andere Passanten respektieren. Ob dies nun Fußgänger, Fahrradfahrer oder Jogger sind. Die meisten lächeln freundlich und können entspannt an uns vorbei.

Durch die Regelmäßigkeit, lernt der Hund schnell, dass er zu uns kommen soll bei Begegnungen. So wird er irgendwann von selber an unsere Seite kommen und auf unsere wieder Freigabe warten. Dafür muss der Ablauf nur immer gleich bleiben und konsequent durchgeführt werden.

Auch oder gerade bei Hundebegegnungen halte ich diese Vorgehensweise für unablässig. Ist der andere Hund an der Leine, ist es für mich selbstverständlich, meinen Hund auch anzuleinen. Wenn sich angeleinte Hunde begegnen sollte immer dafür gesorgt werden, dass genügen Abstand eingehalten wird.

Jeder Hund hat eine andere Individualdistanz. Wird diese unterschritten, kommt es zu Konflikten. Diesen kann ganz leicht aus dem Weg gegangen werden – im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn beide Hunde sozialverträglich sind, kann immer noch abgesprochen werden die Hunde laufen zu lassen.

Also erziehen wir uns selbst und unsere Hunde zu rücksichtsvollen Persönlichkeiten. Unser Umfeld wird es uns danken. Lasst uns mit gutem Beispiel voran gehen und nehmen so den Hundegegnern den Wind aus den Segeln. Natürlich weiß ich auch, dass es immer wieder unangenehme Menschen gibt, denen wir mit unseren Hunden begegnen.

Sehen wir diese als Herausforderung an und machen uns einen Spaß daraus, denen trotzdem freundlich zu begegnen. Damit rechnen sie nicht und sind dann schnell sprachlos. Versuchen Sie es mal aus. Gerne können Sie Ihre so gewonnenen Erfahrungen hier veröffentlichen.